Chanceplus Beratung
CHANCE+ Netzwerk Flüchtlinge und Arbeit

CHANCE+ Netzwerk Flüchtlinge und Arbeit

CHANCE+ ist ein Projektverbund mit sieben Partnern in vier Städten / Regionen. In Köln zählen dazu die Caritas, der Katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit e.V. (IN VIA), der Internationale Bund (IB West gGmbH) für Bildung und soziale Dienste sowie das Jobcenter Köln. In Bonn übernimmt der Kölner Flüchtlingsrat e.V. die Betreuung und Vermittlung der Teilnehmer/-innen, in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann die jeweiligen Caritasverbände. Koordiniert wird CHANCE+ vom Jobcenter Köln. Dort ist es direkt am Integration Point des Jobcenter Köln und der Agentur für Arbeit Köln angesiedelt.

Unterstützung erhalten Menschen mit Fluchthintergrund auf dem Weg ins Berufsleben und in den Arbeitsmarkt. Ziel ist es, Geflüchtete bei der Entwicklung und Umsetzung beruflicher Perspektiven zu beraten und ihnen so eine Grundlage für den Aufbau einer neuen Existenz in Deutschland zu ermöglichen.

Im ESF-Projekt „Chance+" begleiten wir junge Geflüchtete auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit.

IN VIA Köln e.V. als Teilprojekt legt den Schwerpunkt auf die Betreuung, Beratung, Berufsvorbereitung und Vermittlung von jungen Geflüchteten auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit.

Unsere Unterstützung ist so vielfältig wie die Menschen, die wir begleiten mit Hilfe von Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Arbeitserprobung in Kooperationsunternehmen, Jobcoaching während der Einarbeitung und durch Hilfestellungen für Unternehmen bei der Einstellung geflüchteter Menschen.

Für die Laufzeit des Projektes (Juli 2015 – Dezember 2019) konnten im CHANCE+ Projekt bei IN VIA tolle Ergebnisse erreicht werden:  

Bis Ende 2019 wurden 172 Teilnehmende beraten:

  • 54 Menschen wurden in Ausbildung vermittelt
  • 51 Menschen konnten eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufnehmen 
  • mehr als 50 Teilnehmende haben eine schulische Ausbildung begonnen

Ausblick:
Im Jahr 2020 geht es mit der Beratung und aktiven Unterstützung der jungen Menschen bei IN VIA Köln e.V. weiter. Das Netzwerk konnte eine Verlängerung beantragen und arbeitet motiviert und engagiert weiter. 

Eine Verlängerung für das Jahr 2021 steht bereits in Aussicht. Auch dann möchte sich der Verband und vor allem die Mitarbeitenden weiterhin einsetzen.

Teilnehmen können Jugendliche und junge Erwachsene Flüchtlinge im Alter bis 27 Jahren.

Weitere Informationen auch unter www.netzwerk-chance.de.


Beispiele aus der Praxis

Frau H. aus Guinea wird über den Integrationpoint zu beruflichen Perspektivplanung vermittelt. Ihre Deutschkenntnisse sind schon sehr gut. Den mittleren Schulabschluss hat sie bereits in ihrer Heimat erworben, sodass sie bei dem Antrag auf Anerkennung ihres ausländischen Abschlusses unterstützt wird. In Deutschland hat sie das Berufskolleg besucht, ist aber beruflich orientierungslos und unsicher. Im Projekt nimmt sie an einer Potentialanalyse teil und erprobt sich des weiteren in verschieden Praktika. Während der Zusammenarbeit kristallisieren sich gesundheitliche Belastungen heraus und Frau H. wird an entsprechende Fachstellen angebunden. Hinsichtlich ihrer aufenthaltsrechtlichen prekären Situation wird sie von einer Flüchtlingsberatungsstelle beraten. Frau H. konnte sich letztendlich soweit stabilisieren und nach einem erfolgreichen Praktikum eine Ausbildung als medizinische Fachangestellte beginnen. Mit dem Ausbildungsbetrieb findet ein regelmäßiger Austausch statt, auch um im Bedarfsfall bei Fragen und Schwierigkeiten zu unterstützen.

Herr S. aus Afghanistan kommt in die Beratung mit dem Wunsch, eine Ausbildung im Bereich Elektronik zu finden. Da er in Deutschland noch keinen Schulabschluss hat, wird er bei der Anmeldung an der Tages- und Abendschule unterstützt und holt dort seinen Schulabschluss bis zur Fachoberschulreife nach. Weil er in Mathe Schwierigkeiten hat, bekommt er Unterstützung durch einen Ehrenamtler, der bei IN VIA regelmäßig mit ihm Nachhilfe macht. Während seines Schulbesuchs kann er sich durch verschiedene Praktika in seinem Wunschberuf ausprobieren und die Arbeit in Elektro-Betrieben kennenlernen.
Bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen für Praktika und im weiteren Verlauf für den Ausbildungsplatz wird er im Projekt von IN VIA unterstützt. Im Anschluss an seinen Schulabschluss findet Herr S. bei einem seiner Praktikums-Betriebe einen Ausbildungsplatz als Elektroniker.


Weitere Informationen zu Chance+

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